Rückblick Septembersession 2026: Abschied aus dem Kantonsrat, nicht von den grünen Anliegen
Die Septembersession war meine letzte Session im Solothurner Kantonsrat. Per Ende September habe ich meinen Rücktritt eingereicht. Nach vielen Jahren politischer Arbeit ist mir dieser Schritt nicht leicht gefallen. Mit einer wachsenden Familie und einer anspruchsvollen beruflichen Tätigkeit musste ich jedoch Prioritäten setzen.
Umso mehr freut es mich, dass die Grüne Fraktion ihre inhaltlichen Schwerpunkte konsequent weiterträgt. In dieser Session wurden mehrere Vorstösse eingereicht, die sich den langfristigen Herausforderungen unseres Kantons widmen. Christof Schauwecker fordert mit einer Interpellation Antworten zur klimaresilienten Landwirtschaft, die Fraktion GRÜNE thematisiert die Auswirkungen von Hitze und Trockenheit auf unsere Wälder und Gewässer und weitere Vorstösse befassen sich mit den klimapolitischen Überlegungen zu Rechenzentren im Kanton Solothurn.
Zu meinen letzten Vorstössen gehört eine Interpellation zum Einsatz von Smart Glasses im öffentlichen Raum. Digitale Souveränität, Datenschutz und der Schutz der Privatsphäre waren Themen, für die ich mich während meiner Zeit im Kantonsrat immer wieder eingesetzt habe. Neue Technologien bieten Chancen, sie dürfen aber nicht dazu führen, dass Grundrechte schleichend ausgehöhlt werden.
Ich verlasse den Kantonsrat mit grosser Dankbarkeit für die vielen Begegnungen und Diskussionen. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass die grünen Anliegen in guten Händen sind. Die Klimakrise, der Schutz unserer Lebensgrundlagen und ein verantwortungsvoller Umgang mit neuen Technologien bleiben wichtige politische Aufgaben. Die Personen mögen wechseln, die Herausforderungen bleiben. Und ebenso bleibt das Engagement der GRÜNEN für ein nachhaltiges, solidarisches und zukunftsfähiges Solothurn.