Medienmitteilung zum Fall Ramiswil
Die GRÜNEN Kanton Solothurn fordern dringend zusätzliche Ressourcen und Kompetenzen für den Veterinärdienst, um bei Mängeln im Tierschutz rasch zum Wohl der Tiere handeln zu können.
Fall Ramiswil: Untersuchungsbericht offenbart dringenden Handlungsbedarf zur Stärkung des Veterinärdienstes zum Wohl der Tiere
Der heute publizierte Untersuchungsbericht zum Fall Ramiswil mit über 120 getöteten Hunden zeigt erhebliche Defizite im Vollzug des Tierschutzrechts auf. Nicht Fehlentscheide vor Ort führten zur Tötung der Hunde, sondern langfristige strukturelle Probleme. Die GRÜNEN Kanton Solothurn fordern dringend zusätzliche Ressourcen und Kompetenzen für den Veterinärdienst, um bei Mängeln im Tierschutz rasch zum Wohl der Tiere handeln zu können.
122 Hunde wurden im November 2025 im Ramiswil unter der Leitung des kantonalen Veterinärdienstes getötet. Der heute veröffentlichte unabhängige Untersuchungsbericht zeigt, dass für die überwiegende Mehrheit der betroffenen Hunde tatsächlich keine realistische Chance bestand, an anderen Orten platziert werden zu können. Der Veterinärdienst habe vor Ort daher professionell und verhältnismässig gehandelt.
Frühzeitige Intervention scheiterte an Ressourcen und Kompetenzen
Der Bericht zeigt aber auch auf: Um den Fall zu verhindern, hätte früher interveniert werden müssen. Die GRÜNEN Kanton Solothurn erachten deshalb regelmässigere und engmaschigere Kontrollen bei Versäumnissen im Tierschutz als notwendig. Da die mutmassliche Verursacherin des Tierleides bekanntlich in mehreren Kantonen Tiere hielt und platzierte, ist zudem nach Ansicht der Grünen auch die interkantonale Zusammenarbeit der Veterinärbehörden zu stärken und zu intensivieren. Zudem sind Meldungen aus der Bevölkerung über möglicherweise problematische Tierhaltung ernst zu nehmen. Diese Massnahmen brauchen aber mehr personelle Ressourcen beim Veterinärdienst.
Unterstützung für überforderte Tierhalter*innen
Der Fall Ramiswil zeigt aber auch menschliche Schicksale auf. Ein womöglich krankhaftes «Animal Hording» ist offenbar auf grosse zwischenmenschliche Probleme mit Drohungen getroffen und hat die Situation eskalieren lassen. Die Leidtragenden davon waren insbesondere die betroffenen Tiere. Bereits andere Fälle von verwahrlosten Tieren zeigten, dass dahinter oft soziale Schwierigkeiten steckten. Zusätzlich zu vermehrten Kontrollen und Interventionen braucht es daher auch eine psychologische und beratende Unterstützung der betroffenen Personen.
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