Grün gegen Hitze
Der Zeitpunkt hätte nicht passender sein können: bei gefühlten 45°C im Ratssaal wurde über gesundheitliche Auswirkungen von Hitze und Klimawandel diskutiert. Für vulnerable Menschen kann die Hitze tödlich enden. Kantonsrätin Alexandra Rohn (Biberist), dipl. Notfallexpertin, forderte vom Kanton Massnahmen. Sie weiss aus Erfahrung, dass sich in heissen Sommern mehr Menschen an das Gesundheitspersonal wenden oder in den Notfall eingeliefert werden. Wir Grüne knüpfen an die Diskussion an und fragen die Regierung, was in Schulen und öffentlichen Gebäuden gegen die Hitze unternommen wird und wie die Gemeinden unterstützt werden könnten. Zudem setzen wir Grüne uns schon immer konsequent für mehr Begrünungen an öffentlichen Plätzen ein. Bäume spenden nicht nur Schatten, sondern kühlen ihre Umgebung durch Verdunstung wesentlich ab. Über 10°C kühler ist eine begrünte Fläche im Vergleich zu einem asphaltierten Platz.

Guter ÖV hilft allen
Auch für die Förderung des öffentlichen Verkehrs setzen wir Grünen uns schon lange ein. Kantonsrat Christof Schauwecker (Zuchwil) sagte es in seinem Votum klar «Guter ÖV ist ein unverzichtbares, verbindendes Element. Es ist die Möglichkeit, mobil zu sein und das Klima möglichst wenig zu belasten». Wir alle profitieren von gutem ÖV: jene, die ihn tagtäglich nutzen, genauso wie jene, die nur ab und an einsteigen. Und auch wer im eigenen Gefährt unterwegs ist, freut sich, dass sich die ÖV-Nutzenden nicht auch noch auf den Strassen tummeln. Die Grünen haben deshalb gegen den Kürzungsantrag der SVP gestimmt und sind erfreut, dass dieser abgelehnt wurde.

Weitblick statt Kurzsicht
Mit zwei Vorstössen möchten wir Grünen die nächsten Generationen vor gesundheitlichen und finanziellen Belastungen verschonen. Die Ewigkeitschemikalien PFAS sollen – sofern Alternativen zur Verfügung stehen – verboten werden. Für die übrigen PFAS fordern wir eine Abgabe, damit ausreichend Geld für die Sanierung der belasteten Böden zur Verfügung steht. Weiter beschäftigt uns die Aufhebung des AKW-Neubauverbots und die Frage, ob in Gösgen ein zweites AKW gebaut werden soll. Was wären Risiken und Chancen? Müssten wir mit einem Atommüll-Endlager bei uns im Kanton rechnen? Hätten wir trotz niedriger Pegelstände und steigender Wassertemperaturen genügend Kühlwasser? Wir Grünen sind gespannt auf die Antworten der Regierung. Bis dahin wünschen wir allen einen wundervollen grünen Sommer.