Der Solothurner Kantonsrat behandelte in der Januar-Session ein ganzes Bündel an wichtigen Geschäften. So ging es um umweltrelevante Verkehrs- und Raumplanungsvorlagen. Zwar wurde die Revision des Planungs- und Baugesetzes mitsamt der dazugehörigen Verordnung an die vorberatende Kommission zurückgewiesen. Mit der Vorlage hätten unter anderem Luft/Wasser-Wärmepumpen lediglich noch einer Meldepflicht unterstellt und das elektronische Baugesuchsverfahren eingeführt werden sollen. Die GRÜNEN werden sich bei der nun verspätet erfolgenden Behandlung der Revision für griffige Regeln zum Schutz der Umwelt einsetzen, z.B. mit einem Antrag von Janine Eggs für eine Begrenzung der Zahl an oberirdischer Parkplätzen. Vom Kantonsrat angenommen wurde eine Standesinitiative, welche erreichen will, dass der Bund sicherstellt, dass bei kantonsübergreifenden Bauprojekte die Mitsprache der Nachbarkantone gewährleistet ist. Dies ist namentlich wichtig, wenn ein Bauprojekt mehr Verkehr generiert, der über benachbartes Kantonsgebiet führt.

Um mehr Schutz und effizientere Nutzung des Wassers in Zeiten des Klimawandelns ging es bei der Vorlage mit dem sinnigen Titel WATER (Wasserwirtschaftsplanung in trockenheitsgefährdeten Einzugsgebieten und Regionen). Was sehr abstrakt klingt, wurde im Wasseramt im Einzugsgebiet der Ösch im Rahmen eines Pilotprojektes bereits erarbeitet. Kantonsrat David Gerke hat dort als Mitglied der Begleitgruppe mitgewirkt und sich im Rat entsprechend für die Ausdehnung der Projekte auf weitere Regionen im Kanton eingesetzt. Der nachhaltige Umgang mit der Ressource Wasser ist entscheidend, ob wir die Folgen des Klimawandels bewältigen können. 

Die Fraktion der GRÜNEN hat einen Auftrag eingereicht, der verlangt, dass assistierte Sterbehilfe in öffentlichen und gemeinnützigen Heimen im legalen Rahmen generell zulässig ist. Wie Daniel Urech für die Fraktion ausführte, geht es darum, dass es nicht zu einem Sterbe-Tourismus zwischen Heimen kommt, sondern dass die betroffenen Menschen, also z.B. unheilbar kranke Personen, ein Anrecht darauf haben, selbstbestimmt am Ort, wo sie ihren Lebensabend verbracht haben, auch sterben zu dürfen. Der Auftrag wurde nach einer emotionalen Debatte überraschend deutlich angenommen. Die GRÜNEN sind erfreut über diesen wichtigen Entscheid für mehr Selbstbestimmung.